Konishiroku Konica III L

Konishiroku Konica III L
Bild: Lutz Steinfurth

Die Konishiroku-Messsucherkamera Konica III wurde ab 1956 produziert und ist nicht einfach eine Weiterführung des Konzepts, das Konishiroku mit der Konica I begann und mit der Konica II fortführte. Die Kamera aus schwarz beledertem Metall ist technisch, aber nicht äußerlich, eine völlige Neuentwicklung;

  • Der Filmvorschub geschieht über einen Hebel an der Front in zwei Teilschüben
  • Der Verschluss besitzt einen Selbstauslöser
  • Es gibt eine Rückspul-Kurbel statt des bisherigen Knopfes
  • Der Bildzähler ist jetzt selbstrückstellend
  • Der Leuchtrahmen im hellen Sucher erhielt einen Parallaxen-Ausgleich

Gespannt wird mit einem Hebel links vom Objektiv (linker Zeigefinger). Ähnlich wie bei der Leica M 3 „double stroke“ muss der Hebel zweimal betätigt werden. Der erste Hub spannt den Verschluss und transportiert ein halbes Bild, der zweite vervollständigt den Transport. Die Anordnung des Hebels findet sich auch bei der Adox 300, Zeiss Tenax, Ricoh Auto 35 oder Zorki 10. Dieses Konzept wurde später nicht weiterverfolgt. Das Museumsexemplar besitzt die Seriennummer 140010 (Konica III L) und Entfernungsangaben in Feet (3 Feet bis unendlich). Ein Selbstauslöser-Hebel (bis 8 Sekunden) ist auf der Vorderseite angebracht. Der Rückspulknopf hat einen ausklappbaren Hebel, der schneller zu bedienen ist.

Lichtstarkes Hexanon-Objektiv 1:2,0/48 mm

Das Objektiv ist ein schnelles Konishiroku Hexanon 1:2,0/48 mm (Seriennummer 3669863), das fest eingebaut ist. Dieses ist für seine Schärfe und Abbildungsqualität bekannt. Der Seikosha-MXL-Verschluss hat B, 1 bis 1/500 Sekunde mit Blitzsynchronisation, aber ohne Drahtauslöser-Anschluss. Alle Skalen, bis auf die EV-Skala, die sich unterhalb des Objektivs befindet, sind gut sichtbar oben angebracht.

Das Öffnen der Rückwand (Scharnier) erfolgt nach wie vor über einen ausklappbaren D-Ring auf der Unterseite, der gedreht und wieder an die Kamera gedrückt werden muss, um die Sperre zu lösen. Nachteil: Vergisst man, den Ring wieder zu schließen, kann beim Abstellen der Kamera der Rückdeckel aufspringen. Die Kamera ist mit „Made in Japan“ im Kunstleder beschriftet. Ein kalter Zubehörschuh ist vorhanden.

Die Konica III wurde ab 1956 mit dem Seikosha-MFX-Verschluss (Konica III), ab 1957 mit dem Seikosha-MXL (Konica III L) und ab 1958 mit dem Seikosha-MXL-2-Verschluss (Konica III L 2) produziert.

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Weitere Informationen
Erstellt: 17.08.2026

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Objektdaten

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ID Sammlung Kurt Tauber
103569
Fotoapparate analog Kategorie/Typ
Kleinbildkamera, Kleinbildsucherkamera, Messsucherkamera
Firma / Produktion
Land / Produktion
Japan
Fotografischer Film / Konfektion (Foto)
Kleinbild 135
Negativformat fotografischer Film
24 x 36 mm
Filmtransport
manuell
Entfernungsmesser
ja
Belichtungsmesser
nein
Belichtungssteuerung
manuell
Objektiv-Anschluss
Objektiv fest eingebaut
Lichtstärke (bei Festbrennweite)
1:2,0
Festbrennweite (mm)
48
Kleinste Blende
22
Fokussierung
manuell
Bildstabilisator Kamera
nein
Marke Verschluss
Verschlusstyp
Zentralverschluss
Verschluss manuelle Belichtung
B
Verschluss längste Zeit
1 s
Verschluss kürzeste Zeit
1/500 s
Blitz
Zubehör mit Kabelkontakt
Datenrückwand
nein
Produktionszeitraum ab
1957
Produktionszeitraum bis
1959
Entstehungszeitraum Dekade
1950-1960
Gehäusematerial
Metall (Alu, Messing, Guss usw.), Belederung
Abmessungen (ca. in cm)
13,5 x 7,5 x 7
Gewicht (g)
737
Museumsobjekt Baujahr
1958
Museumsobjekt Seriennummer
140010
Museumsobjekt Zugangsdatum Jahr
2026
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