Die Konishiroku Konica III M mit dem Aufnahmeformat 24 x 36 mm auf Kleinbildfilm 135 aus schwarz beledertem Metall wurde ab 1959 von Konishiroku (später Konica) produziert.
Erste Konica mit eingebautem Belichtungsmesser und Halbformat-Option
Die Konica III M ist die erste 35-mm-Konica mit gekuppeltem Belichtungsmesser. Die Belichtungsmesser-Anzeige befindet sich an der Frontseite und kann von oben abgelesen werden. Hierfür mußte der Selbstauslöser aufgegeben werden. Der Kamera war eine Maske beigefügt, mit der man auf Halbformat (18 x 24 mm) wechseln konnte. Unter dem Zubehörschuh befindet sich auf der Rückseite ein Minischlitz, der bei Nutzung des Halbformats rot ist.
Das Blitzgerät Koniflash III wurde speziell für diese Kamera entwickelt
Der Zubehörschuh besitzt einen speziellen Blitzkontakt, der nur für den Koniflash-III-Blitz geeignet ist (extra für diese Kamera entwickelt). Gespannt wird mit einem Hebel links vom Objektiv (linker Zeigefinger). Ähnlich wie bei der Leica M 3 double stroke muss der Hebel zweimal betätigt werden. Der erste Hub spannt den Verschluss und transportiert ein halbes Bild, der zweite vervollständigt den Transport.
Die Anordnung des Hebels findet sich auch bei der Adox 300, Zeiss Tenax, Ricoh Auto 35 oder der Zorki 10. Dieses Konzept wurde später nicht weiterverfolgt. Das Museumsexemplar besitzt die Seriennummer 411938 und Entfernungsangaben in Feet. Der Rückspulknopf ist verschwunden. Stattdessen gibt es einen ausklappbaren Hebel, der schneller zu bedienen ist. Großer Sucher mit Leuchtrahmen inklusive Pallaxen- und Perspektivkorrektur.
Das Objektiv, ein schnelles Konishiroku Hexanon 1:1,8/50 mm (Seriennummer 3158049), ist fest eingebaut. Der Seikosha-SLV-Verschluss hat B, 1 bis 1/500 Sekunde mit Drahtauslöseranschluss und Blitzsynchronisation. Alle Skalen, bis auf die EV-Skala, die sich unterhalb des Objektivs befindet, sind gut sichtbar oben angebracht. Am Objektiv kann die Filmempfindlichkeit in ASA (6-800) mit einem kleinen Hebel eingestellt werden. Im Unterschied zur Konishiroku III A sind Blende und Verschlusszeit nicht gekoppelt.
Das Öffnen der Rückwand (Scharnier) erfolgt über einen ausklappbaren D-Ring auf der Unterseite, der gedreht und wieder an die Kamera gedrückt werden muss, um die Sperre zu lösen. Nachteil: Vergisst man, den Ring wieder zu schließen, kann beim Abstellen der Kamera der Rückdeckel aufspringen. Die Kamera ist mit „Made in Japan“ im Kunstleder beschriftet.