Viel wissen wir nicht über diese Lochkamera aus Karton, die mit einem 120er Rollfilm gefüttert werden kann, was dann bei entsprechend langer Belichtung ganz interessante Effekte ergeben könnte. Das winzige Loch in der dünnen Metallfolie („Objektiv“) ist auf dem Foto kaum zu erkennen. Als Verschluss dient ein Kartonstreifen: „Belichtung“ (wie im Bild) oder „geschlossen“ (wenn der Karton im Bild nach rechts geschoben ist) – das sind die beiden Einstellmöglichkeiten. Das Aufnahmeformat dürfte 6 x 9 cm sein, der Position des Filmnummernfensters auf der Rückseite nach zu urteilen.
Zwei Sekunden Belichtungszeit beim 400-ASA-Film
Sinnvoll ist, die Kamera mit einer Hand immer fest auf einen Tisch oder eine stabile Unterlage zu drücken, wenn man eine Aufnahme startet, damit es keine Verwacklungsunschärfen zusätzlich gibt. Beim 400-ASA-Film soll man etwa zwei Sekunden belichten, lautet der Hinweis auf der Rückseite. Zum Filmtransport dienen – im Bild oben rechts und links – zwei etwa 2 cm hoche Teile aus Plastik, die sich beim näheren Hingucken als die beiden abgesägten Enden einer Spule des 120er Rollfilms entpuppen.
Hergestellt in der Schweiz?
Das Kartongehäuse hat (ohne den herausstehenden Schieber) eine Länge von 17 cm, eine Höhe von 7,5 cm und eine Tiefe von ebenfalls etwa 7,5 cm. Der „Verschlusskarton“ ist rund 20,5 cm lang. Das Gewicht (ohne Film) beträgt 140 Gramm. Zum Hersteller ist nichts bekannt. Auf dem Boden steht lediglich: „Olpe Optische Spiele + Feinkartonagen, CH Basel“.